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CO2NTRA ENDLAGER! PDF Drucken E-Mail

Oder: warum wir keine Forschung zur CCS-Technologie in Brandenburg (und sonst irgendwo) wollen.

Die rot-rote Landesregierung hat die Forschung an einer Technologie zur Verpressung von CO2 und dessen Endlagerung unter der Erde in Brandenburg beschlossen. Man wolle lediglich die Möglichkeit prüfen, solch eine Technologie für die dauerhafte Endlagerung zu nutzen, heißt es. Brandenburg könne so sein Image als Wissenschafts- und Forschungsstandort weiter aufbessern und die Technologie später erfolgreich und gewinnbringend exportieren.
Wir kritisieren dieses Anliegen aus verschiedenen Gründen.

Hier kleine Argumentationshilfen gegen CCS-Technologie:
 

1. bereits vorhandene Gasphasenspeicher lassen sich nicht mit den geplanten CO2-Endlagern vergleichen, denn diese sind unterirdisch nicht begrenzt und können nicht entladen werden.

2. der Energieaufwand pro Kilowattstunde Strom würde um 40% steigen, wobei nur max. 85% des CO2 aus den Verbrennungsprozessen abgeschieden werden könnten.

3. der Lagerzeitraum soll ca. 1000 Jahre betragen, wobei die Betreiber laut gesetzlicher Vorgabe lediglich 30 Jahre haftbar wären.

4. in Beeskow und Neuruppin sollen jährlich ca. 6.000.000 Tonnen flüssiges CO2 eingelagert werden, das entspricht einem Tankgüterzug mit 4.000 km Länge.

5. der gesetzlich zu garantierende Reinheitsgrad von 95% lässt eine Grauzone von 5%, das bedeutet jährlich 300.000 Tonnen undefinierte Substanzen.

6. durch das hohe Volumen an einzulagerndem CO2 wird das Salzwasser im Boden verdrängt und könnte in höhere Grundwasserleiter gelangen.

7. schon kleinste Risse und Versackungen im Boden des Endlagers können enorme Bedeutung haben. Der verwendete Überdruck von ca. 250 bar kann eine Verschleppung des CO2 über hunderte km verursachen.

8. kleinste Überdruckbelastungen in den tiefen Erdschichten könnten zu eruptiven Erscheinungen und Entladungen führen, wobei unklar ist, wie der Untergrund auf diese Überbelastung reagieren würde.

9. in Brandenburg befinden sich überall kleine Bohrlöcher aus DDR-Zeiten, die viele Erdschichten durchstoßen und mit keiner Erkundungstechnologie zu orten sind. Das Risiko ist unabsehbar.

10. CO2 reagiert mit Wasser zu Kohlensäure. Die Folge wären chemische Auswaschungs- und Auflösungsvorgänge an Deckschichten, wodurch ein Kollaps des Deckgebirges möglich würde.

11. die Fördergelder, die zur Entwicklung von CCS verwendet werden, fehlen bei der Forschung und Weiterentwicklung der dringend notwendigen erneuerbaren Energien.

12. negative Entwicklungen bei Grundstücksverkäufen, dadurch sinkende Wirtschaftskraft und Gefährdung der Tourismusbranche sind nur einige Auswirkungen auf die betroffenen Regionen.

ausführlichere Infos gibt’s hier: www.co2bombe.de