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Presseerklärung: 187 Jahre Karl Marx – Totgesagte leben länger (03.05.2005) PDF Drucken E-Mail

Das Kapital hat einen Horror vor der Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. 10 Prozent sicher und man kann es überall anwenden. 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens“ (Karl Marx)

Am 5. Mai jährt sich zum 187. Mal der Geburtstag des Philosophen und Revolutionärs Karl Marx. Hierzu erklärte die PDS-nahe Jugendorganisation ['solid] - die sozialistischen jugend Brandenburg:

„ ‚Ein Gespenst geht um in Europa’, so heißt es bei Karl Marx am Anfang seines Manifests von 1848. Gemeint sind jene Kräfte, die nicht bereit sind, eine Teilung der Gesellschaft in oben und unten als gegeben hinzunehmen und für die es gilt, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“.

[’solid] hat diese Marxsche Forderung der eigenen Gründungserklärung vorangestellt.

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass im Jahr der scheinbar neu entdeckten Kapitalismuskritik der Geburtstag des politischen Ökonomen auf einen Feiertag fällt. In diesem Zusammenhang bleibt zu hoffen, dass die neuen „Kapitalismuskritiker“ à la Franz Müntefering den Herrentag zum Anlass nehmen, ihre Kapitalismuskritik zu entpolemisieren und ihr unglaubwürdiges Wahlkampfgetöse inhaltlich wie praktisch zu unterfüttern. Wer die Gesetze macht, soll sich nicht beschweren, dass die Welt ungerecht ist, sondern etwas daran ändern! Oder um in Anlehnung an Karl Marx zu sprechen: „Die deutsche Sozialdemokratie in ihrer Angst vor weiteren Wahldebakeln hat den Kapitalismus nur verschieden interpretiert – es kommt aber darauf an, ihn zu überwinden.“

Auch die heutige Gesellschaft wird ihrem Anspruch eine soziale Marktwirtschaft zu sein, nicht gerecht, denn ihr Wirtschaften basiert nach wie vor auf der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und ordnet alle anderen Bereiche des Lebens der kapitalistischen Logik von Allverwertung und Profitmaximierung unter [’solid] Brandenburg ist sich sicher, dass das letzte Wort in der Geschichtsschreibung noch nicht gesprochen wurde und wird auch weiterhin für eine sozialistische Alternative eintreten.

In diesem Sinne: Hoch die Tassen, das Gespenst lebt!"